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Merlsheim/Nieheim. "Pfeife, wie die Merle (Amsel) singt, so find't dein Thun gefallen ", soll einst ein mittelalterlicher Musiker seinem Schüler geraten haben. Beim Schützenfest der St.- Josef-Schützenbruderschaft Merlsheim-Schönenberg folgte man diesem Rat, und der mit Sang und Klang durch den festlich geschmückten Ort ziehende Festzug fand allemal Gefallen.Ein wahrhaft fürstliches Bild bot die Formation der Königspaare, die vor der markanten "Speckkirche" um den jungen und attraktiven Hofstaat des Gastgebers Aufstellung genommen hatten. Der strahlend blaue Himmel und das Strahlen der Majestäten spiegelten sich denn auch im Gesicht von Oberst Herbert Müller wieder, der neben Nieheims Bürgermeister Johannes Kröling unter anderem den Vorsitzenden des Pastoralverbundes, Pastor Helmut Meyer, sowie Bezirksbundesmeister Georg Dressler als Ehrengäste begrüßen konnte. Ein herzlicher Willkommensgruß galt denFahnenabordnungen des Schützenvereins Schwalenberg. Sie waren eigens für König Ansgar Amsel angereist, der der Liebe wegen von Schwalenberg nach Merlsheim umgesiedelt war. In seinem Grußwort hob Bürgermeister Kröling die Bedeutung des Heimatgedankens hervor, indem er das Heimatgedicht des 1987 verstorbenen Lyrikers Fritz Kukuk zitierte. "Schützenfeste sind der Höhepunkt der jährlich stattfindenden örtlichen Feiern. Sie sind eine Kombination von Besinnung und Fröhlichkeit, von Scherz und vor allem von Begegnung", so Kröling. Bezirksbundesmeister Georg Dressler zeichnete in seiner Festansprache die Historie des westfälischen Schützenwesens nach und erinnerte an die sozialen Traditionen. Sie gelte es zu pflegen und der Jugend nahe zu bringen, betonte Dressler. Der Festzug und die zackige Königsparade wurden musikalisch von den Spielmannszügen Neuenheerse und Leopoldstal sowie der Blaskapelle Reelsen und dem Fanfarenzug Bad Driburg begleitet.
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Gefiedertes Wappentier: Im Zeichen der Amsel, dem Wappenvogel des Dorfes Merlsheim, zogen die Honoratioren im Festzug mit. Vordere Reihe v.l.: Ortsvorsteher (Schönenberg) Josef Krawinkel, Präses Helmut Meyer, Pastor Rolf Lindemann. 2. Reihe: Bezirksverwaltungsstellenleiter Franz Kersting, Bürgermeister Johannes Kröling und Ortsheimatpfleger Gisbert Zünkler.
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